Aktivitäten zur Freigabe des Tennisspielens

Tennis in Zeiten der COVID-19-Pandemie

Die Bemühungen zur Freigabe des Tennissports währen der Corona Pandemie sowie die aktuelle Reaktion des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

DTB an Politik: Auch in Corona-Zeiten kann Tennis gespielt werden

Die Bundesregierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie bis zum 3. Mai verlängert. In zwei Wochen soll es eine erneute Bewertung der Situation durch die Politik geben. Parallel hat sich der Deutsche Tennis Bund (DTB) mit einem Schreiben an relevante politische Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene gewandt.

Die Bundesregierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie mit kleinen Lockerungen bis zum 3. Mai verlängert. In zwei Wochen soll es eine erneute Bewertung der Situation durch die Politik geben. Parallel hat sich der Deutsche Tennis Bund (DTB) am Dienstag mit einem Schreiben an relevante politische Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene gewandt. Hierin wies er auf die Besonderheiten bei der Ausübung der Individualsportart Tennis im Freien hin und betonte ihre Vorteile bei einer schrittweisen Rückkehr in den sport-gesellschaftlichen Alltag.

„Tennis kann, gerade in der jetzigen Jahreszeit, als Individualsport im Freien ausgeübt werden. Eine Kontaminierung durch das Spielgerät ist nicht möglich. Körperkontakt ist nicht Teil der Sportart Tennis. Nach wie vor absolut notwendige Infektionsschutzmaßnahmen können umgesetzt werden“, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem an das Bundekanzleramt, Regierungsvertreter, Landesregierungen und die zuständigen Gesundheitsministerien verschickt wurde. Des Weiteren werden in dem Papier sieben Punkte genannt, unter deren strenger Beachtung die Ausübung des Tennissports möglich erscheine:

  1. Der Mindestabstand zu anderen Spielern von mindestens 1,5 m muss durchgängig, also beim Betreten und Verlassen des Platzes, beim Seitenwechsel und in den Pausen eingehalten werden.
  2. Die Spielerbänke sind mit einem genügenden Abstand (mindestens 1,5m) zu positionieren.
  3. Auf den bisher obligatorischen Handshake wird verzichtet.
  4. Die Nutzung der Clubgaststätten richtet sich nach den jeweils gültigen gesetzlichen Verordnungen für die Gastronomie.
  5. Die Nutzung von Sanitäranlagen richtet sich nach der jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmung. Desinfektionsmittel werden zur Verfügung gestellt. Es sind ausschließlich Einweg-Papierhandtücher zu verwenden.
  6. Der Trainingsbetrieb und die Durchführung der Mannschaftsspiele erfolgen ebenfalls unter Berücksichtigung der unter Ziffer 1 bis 5 genannten Bedingungen.
  7. Jeder Verein benennt einen Corona-Beauftragten zur Sicherstellung aller Vorschriften.

Das vollständige Schreiben des DTB, das auch an die 17 DTB-Landesverbände geschickt wurde, finden Sie hier.

TVBB: Corona und Tennis

Der TVBB befindet sich seit Beginn der Corona-Krise im engen Austausch mit dem LSB Berlin und dem LSB Brandenburg um die Möglichkeiten zu klären, unter welchen Voraussetzungen wieder Tennis gespielt werden kann. Der Verband hofft auf baldige substanzielle Veränderungen, da das pauschale Sportverbot die Mitgliedsvereine hart trifft.

Der TVBB hat in diesem Zusammenhang an Herrn Härtel (Präsident LSB Berlin) geschrieben und auf die Vorteile des Individual-und Outdoorsports in der jetzigen Situation hingewiesen. Das Sportverbot ist, so wie es jetzt ist, sehr pauschal und sollte differenzierter betrachtet werden. Im Tennis werden die Abstandsregeln praktisch allein durch die Spielregeln schon vorgegeben. So ist in Einzel und Doppel in nahezu jeder Situation der geforderte Mindestabstand (>2m) gewahrt.

In diesem Zusammenhang ist auf die Entscheidung des DTB hinzuweisen, der Wettspiele frühestens ab dem 8. Juni vorsieht. Die Zeit bis dahin könnte unserer Ansicht nach allerdings als Trainingszeit mit eingeschränkten Abläufen angesehen werden. Freizeitorientierter Sport sollte in jedem Falle möglich sein. Der Sport auf dem Tennisplatz ist unseres Erachtens nicht "gefährlicher" als das gemeinsame Joggen im Wald.

Inwieweit die Vereine komplett geöffnet werden können, ist eine andere Frage. Aber auch Toiletten, Umkleideräume und gastronomische Bereiche können durch Regeln und Hilfsmittel (Desinfektion) wirkungsvoll geschützt werden.

Das vollständige Schreiben des TVBB finden Sie hier.

Berlin - Regierender Bürgermeister Müller: Eingeschränkte Sportausübung bald wieder realistisch

Beim Sport sollen die Berlinerinnen und Berliner bald wieder mehr Möglichkeiten haben. Berlin-News.

Allerdings dämpfte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag (16. April 2020) zu hohe Erwartungen: Stadionbesuche für Fußballfans oder Meisterschaften vor vollen Rängen dürfte es sobald nicht geben. Sportsenator Andreas Geisel (SPD) werde aber bei der kommenden Senatssitzung am nächsten Dienstag seine Überlegungen dazu vorstellen, was in naher Zukunft wieder realistisch erscheint, kündigte Müller an. «Ich glaube, da kann es Möglichkeiten geben, Leichtathletik zum Beispiel oder Tennis spielen», so der Regierende Bürgermeister. «Da gibt es sicherlich Spielräume, mehr Sport zuzulassen als bisher.» Seine Grenzen hat der Sport in Zeiten der Coronakrise beim Thema Infektionsrisiko: «Was Mannschaftssportarten anbelangt, irgendeine Form von Turnierbetrieb, etwas mit größeren Zuschauerzahlen - alles in weiter Ferne, muss man ganz klar sagen», betonte Müller.

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